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Der Spiegel 14.15 heute aktuell:
Das reicht lange nicht! Zack – Was für eine Ohrfeige für Christian Wulff, Angela Merkel und ihre Koalition. Etliche U-Boote in den eigenen Reihen schießen gegen den Kandidaten. Die Gesichter von Merkel und Co. sprechen Bände. offenbar ist der Unmut bei Schwarzen und Gelben doch groß.
Die faznet:
Wulff erreichte 600 Stimmen, der frühere Beauftragte für die Stasi-Unterlagenbehörde, Joachim Gauck, erreichte 499, 37 mehr als SPD und Grüne Stimmen haben.
Fein!
Nachtrag aus dem Spiegel:
Westerwelle: “Ich kann ihnen mitteilen, dass die FDP-Fraktion soeben in einer Sitzung beschlossen hat, das wir auch im zweiten Jahrgang geschlossen Christian Wulff wählen werden. Wie bitte? Geschlossen? Auch im zweiten Wahlgang? Hatten da nicht ein paar aus Sachsen angekündigt, für Herrn Gauck zu stimmen – in allen Wahlgängen?
Oh Mann … Guido wieder … ist das schade um die FDP.
Nachtrag 2: Das ZDF hat sich nach dem ersten Wahlgang desinteressiert aus der Liveübertragung verabschiedet und bringt jetzt “Die Küchenschlacht”. … wie passend ^^
Nachtrag 3: ZDF sendet wieder live!
Nachtrag 4: Es kommt zum dritten Wahlgang! das Ergebnis aus dem Spiegel:
[17.08] Diesmal fehlen Wulff 8 Stimmen
Es sind mehr Stimmen als im ersten Wahlgang, doch es reicht wieder nicht: Christian Wulff fällt auch in der zweiten Runde durch. 615 Stimmen sind es diesmal, 15 mehr als beim ersten Mal. die Marke für die absolute Mehrheit bei 623 Stimmen verfehlt er aber deutlich. Konkurrent Gauck kommt jetzt auf 490, 9 Stimmen weniger als im ersten Durchgang. Jochimsen hat 123 Stimmen, drei weniger. Der Rechtsextremist Rennicke, aufgestellt von der NPD, erhält wieder die drei Stimmen seiner Partei. Sieben Wahlleute haben sich enthalten, eine Stimme war ungültig. 1239 Stimmen wurden abgegeben, 2 weniger als im ersten Wahlgang.
Hach ja … ich muss mich jetzt vom www mit seinen Zeitungen und Live-Streams losreißen. Ist das hart.
Zufälle gibt´s. So gestern geschehen und heute kommentiert in der faznet.
Während das Öl am BP-Bohrloch weiter vor sich hin ins Meer läuft, sammeln sich Proteststimmen wie z.B. auf Facebook. Gestern hatte man sie kurz mal abgeschaltet. “Ausversehen” versteht sich … inkl. der Löschung des Seiteninhaltes. Jetzt ist sie wieder da.
Es gibt schon komische Zufälle.
Ich hatte schon verdrängt, wie anstrengend und zeitlich umfangreich die Entscheidung für ein neues Auto sein kann.
Schwierig wird es zumindest dann, wenn Begeisterung und Vernunft getrennte Wege gehen, man bereit ist, die Marke und das Autohaus zu wechseln, es jede Menge Zubehör- und Ausstattungswünsche gibt und das Ganze halt dummerweise auch noch preisliche Obergrenzen hat.
Na wenigstens hab ich entgegen sonstiger Gewohnheiten zeitig genug angefangen … mit Überlegen, Informieren, Besichtigen, Probefahren etc.. So wurde, nach den in April und Mai begonnen Recherchen, der Juni zu meinem persönlichen Auto-Monat.
Diese Woche war mein Limit erreicht – ich wollte kein Auto mehr zum Probefahren. Gar keins. Nix mehr. Endstadium sozusagen.
Das Limit der lieben Mitmenschen war wahrscheinlich schon vorher erreicht. Ein ehrliches „Sorry“ dafür. Und ein ebenso ehrliches „Danke“ für Zuhören, Anregungen, Kritik und Geduld … das Reden über manchmal scheinbar unsinnigste Vorstellungen und Argumente hat mir erheblich weitergeholfen. Und – man glaubt es kaum – es hat den Prozess beschleunigt. Jaaaa *grins* …es hätte auch noch länger dauern können. Denn von „ich gebe möglichst gar kein Geld aus“ bis zu „ich möchte weiter als Kondensstreifen die A9 entlang düsen“ war alles an Überlegungen vorhanden.
Heute nun ist er geschafft … der Spagat zwischen Herz und Kopf. Oder besser: Herz und Kopf haben sich gefunden. (Ich hatte zwischendurch ehrlich schon selber Zweifel.) Was heißt: so der Auto-Gott will, fahre ich ab Oktober keinen Renault Megane-Cabrio mehr; dafür aber mit viel mehr Komfort, erheblich weniger Sprit und ca. 20-30 km/h langsamer als bisher durch die Gegend … und schlussendlich, für mich verblüffend, auch noch preislich günstiger.
Selbst liebevoll-stänkrige Äußerungen, wie: “Das ist ein peinliches Auto.”, haben es nicht verhindern können *schmunzel*… denn ich freu’ mich! Und wie!!! Weil: es war eine Liebe auf den ersten Blick, die meine Abneigung gegen Prestige-Marken verdrängt hat.
Deswegen hab ich ihn heute bestellt … einen Diesel der B-Klasse in freundlichem Schwarz. Total knuffig 
Das erste Bauchgefühl ist eben doch das richtige.
Pressearbeit im besten Sinne bekommt Joachim Gauck derzeit scheinbar querbeet geliefert. Ich bin neugierig, wie sich das bis zur Wahl entwickelt.
So wird heute wiederholt in der FAZ.NET über Gauck berichtet, gepaart mit deutlicher Kritik an der Bundesregierung. Wie stand es mit dem Krisenmanagement der Kanzlerin beim Rücktritt Köhlers?
Völlig verwegen klang die von Ulrich Wickert formulierte, dabei doch von schlichtem Common Sense getragene Frage, warum sich die Bundeskanzlerin nicht einfach auf den Weg gemacht habe zu Horst Köhler am Montag, um einen solch historischen Entschluss nicht am Telefon, sondern persönlich zu besprechen, selbst um den Preis eines mutwillig verwirbelten Zeitplans und Protokolls?
Das hätte ich angemessen empfunden. Aber vielleicht ist unseren Regierenden derzeit schlicht alles zu viel?
Am Abend des Rücktritts immerhin erklärte sie, seltener Moment der Wahrheit, so etwas wie ihre Regierungsphilosophie: Jede Krise, die auf den Tisch kommt, nacheinander wegmeistern!
Ist das jetzt Zweckoptimismus oder schon stoisches Verhalten, was man eigentlich, sorry, eher von Eseln kennt?
Ich finde, dem Summa Summarum der FAZ.NET zur obigen Regierungs-Merkel-Philsosophie ist nichts hinzuzusetzen:
Das wäre das perfekte Motto für einen Unfallchirurgen, mit dem feinen Unterschied, dass die ihre Krisen nicht auch noch selbst verursachen. Dieses Vor-sich-hin-Krisen-Lösen passt zum Bild einer autistischen und alienhaften Regierung, einem Bild, das von den gesammelten Talkshowbewohnern inzwischen fraglos akzeptiert wird. Wenn jemand zwischen den Politikern und den Menschen unterscheidet, wird er gar nicht mehr korrigiert. Die dramatische Krise, der Burn-out, wie er Horst Köhler von Beobachtern attestiert wurde, ist das eine Erscheinungsbild der Depression – das freudlose, trauerlose Immerweitermachen ist das andere.
Wie hat Edmund Stoiber gestern bei Anne Will verkündet? Die CDU/CSU hat legitim einen Kandidaten aufgestellt und man wird ihn auch wählen. Warum gibt´s dann eigentlich eine Wahl? Das fragt sich Stoiber wohl eher nicht.
Insofern bin ich sehr gespannt, wie die Pressearbeit weitergeht und ob leitende CDU/CSU-Politiker auch konservative Presse noch lesen und dabei auch denken können, oder ob Depression oder Parteidoktrin kritisches Denken und Handeln schon plattgebügelt haben.
Anmerkung am Rande: Dass es Denkende noch gibt und wie sie Gauck als Wahlvorschlag bewerten, zeigt z.b. der Blog einen Guttenberg-Nahen. Ich muss sagen, so hatte ich das noch gar nicht gesehen … Gauck als Bollwerk gegen die Linke. Mir wär das zu einfach. Und wenn ich an die gestrigen Aussagen von Oskar Lafontaine bei Anne Will denke, ist es auch leicht lächerlich. Wobei ich die Meinung von Herrn von Brandstein zur Linken nicht teile. Aber immerhin, es denkt einer kritisch über die Kandidaten nach.
aus maxie wander “ein leben ist nicht genug”, veröffentlicht nach ihrem tod von fred wander
“16.07.64
die dunkelkammer ist ein tolles erlebnis, ich ziehe die bilder durch die lauge und warte zitternd vor aufregung, was jetzt kommt. … sie kommen langsam, nehmen konturen an …”
“die dunkelkammer macht auch das mit dir – du siehst plötzlich alles mit einem wahnsinnig geschärften blick.”
ich erinnere mich an die dunkelkammer meines vaters und noch intensiver an die dunkelkammer auf dem dachboden des eingangsgebäudes des leipziger zoo’s. es war ein privileg, selber dort fotos entwickeln zu dürfen – auch wenn man mitglied im dortigen fotozirkel war, denn die kammer war klein und begehrt und die zeit war knapp. ich denke gern daran.
das thema kam zu tobi’s geburtstag mit bodo auf. ganz unverhofft traf ich auf einen gleichgesinnten … er kannte es – dieses kribbeln, dass einen überfällt, wenn fotos im entwicklerbad ganz langsam das “licht der welt” erblicken.
die utensilien für eine schwarz/weiß-entwicklung hat mein vater noch. ein traum!
irgendwann wird sie wieder kommen … die zeit in der dunkelkammer. sehnsucht macht sich breit.
ich hab maxie wander wiedermal entdeckt. diesmal lese ich aber nicht “guten morgen, du schöne”, sondern die bücher ihres mannes fred wander, in denen er texte von maxie wander nach ihrem tod veröffentlicht hat.
derzeit “ein leben ist nicht genug”
ihre direkte art, zu schreiben und zu beschreiben – die hat mir damals in leipzig schon gefallen.
es gäbe so vieles festzuhalten, von dem, was sie schreibt. zu vieles. aber um ein paar texte werde ich nicht herumkommen. spätestens dann nicht, wenn eine passage mir noch nach tagen nachhängt.
“aus der siebentagefiebel
nein, liebe allein genügt bei weitem nicht, um ein zusammenleben erträglich zu machen. es muss noch ein ganz anderer mörtel her, nämlich starke und ehrliche freundschaft zu deinem partner! und dazu finde ich gerade dieses köstliche zitat von francis bacon: “bekanntlich sind verstopfungen und stauungen höchst gefährlich für den menschlichen körper, nicht viel anders ist es mit dem geist. … aber keine arzenei erschließt das herz so sehr wie ein treuer freund, dem man seine leiden und freuden, ängste und hoffnungen, seine sorgen und geheimnisse und alles, was sonst noch das herz bedrückt, bekennen kann.””
dem ist nichts hinzuzusetzen.
ein tag bewegt sich manchmal auf verschlungenen wegen. und manchmal kommt man über einträge bei facebook – in dem fall eine kommentierung zum “nachtzug nach lissabon” – dazu, über echte perlen zu fallen. die perlen waren die arbeiten der dipl. grafik-designerin michaela von aichberger. und ich bin immernoch am strahlen über soviel wunderbares hier.
für mich waren islands vulkane schon wieder in den hintergrund geraten. aber wie aktuell heut wieder zu in der faz.net lesen war : die natur bahnt sich weiter ihren weg.
nachtrag am 16.05.2010: gefährlich aber wahr … chaos kann so schön sein, wie im video von sean stiegemeier.
ein ganz wunderbarer artikel zum thema findet sich hier im scienceblog bei florian freistetter vom 21.04.2010. er setzt sich dabei mit erwartungsgemäß verschrobenen argumenten der BILD auseinander.
meine zwei lieblingsauszüge aus dem artikel:
“Der Schriftsteller Walter-Jörg Langbein führt dann zusammen was zusammen gehört und führt den Vulkanausbruch auf das “Ende” des Maya-Kalenders zurück (der natürlich in Wahrheit nicht endet). Auch er präsentiert “plausible” Zusammenhänge:
“Vielleicht geht es uns nun wie den alten Hochkulturen: Wir haben über unsere Verhältnisse und jedes Maß gelebt”
Es gibt jede Menge seriöse Erklärungsansätze für den Niedergang der Maya – angepisste Vulkane, die uns eine Lektion erteilen, gehören aber nicht dazu.”
und der deutliche abschluss florian freistetters:
“Seltsam, dass irgendwie niemand auf die Idee zu kommen scheint, dass Island genau an der Grenze zwischen zwei Kontinentalplatten liegt und das da halt öfter mal ein Vulkan ausbricht. Ganz ohne Maya, Gaia, Aliens, Götter oder sonstwas. Einfach so – weil sowas halt auf tektonisch aktiven Planeten passiert – und es der Natur auch ziemlich egal ist, was die Lebewesen sich so denken und vorstellen und ob sie angenervt sind, dass sie nicht mehr in Flugzeugen rumfliegen können. Aber ok – ihr habt recht – das klingt unglaubwürdig, Wahrscheinlich warens doch isländische Götter!”
tja … auch für die BILD gilt eben: “papier” ist geduldig. und es ist immerwieder spannend und teilweise erheiternd, was menschen so sagen und niederschreiben können, ohne, dass sich unter ihnen die balken biegen.
ich geb zu, ich mag peter ramsauer nicht. sein interview letzten sonntag im fernsehen hat zu diesem eindruck gepasst. doch dieser artikel macht ihn für mich wieder menschlicher.
vorallem aber ist es für mich ein teil von demokratie, dass es auf unterschiedlichen positionen, die menschen inne haben, unterschiedliche funktionen gibt, die es auszufüllen gilt. dass ramsauer das tut, kann ich ihm ebenso wenig vorwerfen, wie den airlines die umgekehrte ansicht. ganz im gegenteil. ich empfinde sie als wichtige regulative gegen- und füreinander.
was mir nicht gefällt, sind profilierungssüppchen, die nebenbei mitgekocht werden. und ich finde es ausgesprochen schwierig, zu erkennen, wann dem so ist. und ich bin mir noch nicht abschließend schlüssig, wer da grad alles mitkocht.
zurück mit dem ICE. unfall auf der strecke hamburg(hbf)-hamburg(harburg). im hbf geht dadurch nix mehr … alles hat verspätung, wird ersetzt oder umgeleitet. wir aber haben glück. der ICE wird pünktlichst dazwischengeschoben und auf die reise geschickt *freu*


seetag … ein wunderbarer genießertag *etwas-wehmütig-seufz*

bin grad in einer insel der zivilisation inmitten der “bahnhofslums” von amsterdam. die insel heißt starbucks.
also … ich wünsche keinem, dass er hier aus- oder umsteigen muss. vielleicht sind andere ja unempfindlicher. aber da lob ich mir meinen leipziger hauptbahnhof, in dem man nicht über den müll steigen muss. es ist der hammer hier. ich dachte bisher, kairo sei die dreckigste stadt, die mit aida zu bereisen ist. aber heut hat sie für mich hier im hauptbahnhof eine kleine schwester bekommen.
ja … amsterdam hat auch schöne ecken. sehr schöne! an die werd ich mich jetzt beim käffchen erinnern und fotos gucken.

was will man mehr? londinium im strahlenden sonnenschein. einfach wunderbar! und an alle, die “böses” (*grins*) über londoner wetter sagen: ich kenne es nicht anders, als eine stadt zum ohne-schirm-erkunden 
für die knappe zeit von 4 std., die uns der busfahrer lässt, wird möglichst viel ausgiebig nochmal beschnuppert.
der weg führte von der oxford st. über den trafalgar square zur st. paul’s cathedral. dort genieße ich grad in 53 m höhe (376 stufen) einen verboten schönen blick auf themse, millenium bridge etc. … alles glitzernd vor sonne.
so lässt es sich aushalten.
und ich komm bestimmt wieder!!! *strahl*

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