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	<title>nora´s blog &#187; GEZ</title>
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	<description>panta rhei - alles fließt</description>
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		<title>Nachrichtenqualitäten zu Äqypten</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 08:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nora]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[daily]]></category>
		<category><![CDATA[history]]></category>
		<category><![CDATA[Äqypten]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>
		<category><![CDATA[Information]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch bricht die Gewalt in Äqypten aus. Betroffenheit, Fassunglosigkeit, Wut und Entsetzen &#8230; alles mögliche macht sich da in mir breit. Und nichts ist wohl wichtiger in solchen schrecklichen Momenten, als dass die Nachrichtenquellen nicht versiegen. Nur Leid, was nicht hinter verschlossener Tür stattfindet, kann durch Druck von außen, durch Hilfe anderer ein Ende finden. <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://blog.noerchen.com/?p=900">Nachrichtenqualitäten zu Äqypten</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch bricht die Gewalt in Äqypten aus. Betroffenheit, Fassunglosigkeit, Wut und Entsetzen &#8230; alles mögliche macht sich da in mir breit. Und nichts ist wohl wichtiger in solchen schrecklichen Momenten, als dass die Nachrichtenquellen nicht versiegen. Nur Leid, was nicht hinter verschlossener Tür stattfindet, kann durch Druck von außen, durch Hilfe anderer ein Ende finden. Denn mit einer Eskalation der Gewalt braucht Selbsthilfe Unterstützung.</p>
<p>Und ja, analog Faznet, auch ich denke wieder an Leipzig. Was wäre geworden, wenn damals geschossen worden wäre oder anderweitige gewalttätige Eskalationen ausgebrochen wären? Und wie wichtig ist des doch, dass Proteste eben genau nicht eskalieren, sondern sich einen anderen Weg zur Veränderung bahnen.</p>
<p>Viele berichten intensiv darüber. Aber andere &#8211; und durchaus wichtige &#8211; geben sich im Grunde der schönen inländischen Normailtät hin. Muss man Zyniker sein oder Ignorant, um seine Prioritäten so zu setzen?</p>
<p>Ein kleiner Teil dessen, was Faznet und Spiegel berichten:</p>
<ul>
<li><a title="faznet hamed abdel samad" href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~EB7A2381F6BFC446CA81D7329EAB21991~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Faznet 30.01.2011: Hamed Abdel-Samad im Gespräch &#8211; hier demonstriert keine islamische Sekte</a></li>
<li><a title="faznet äqypten straßenschlachten" href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E7B0250B8365F48DE82E5C9FC757E7AA2~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Faznet 03.02.2011: Straßenschlachten in Kairo</a></li>
<li><a title="spiegel äqypten-liveticker" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743250,00.html" target="_blank">Spiegel-Online: Äqypten-Liveticker</a></li>
<li><a title="spiegel online blutiger machtkampf" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743247,00.html" target="_blank">Spiegel-Online 02.02.2011: Blutiger Machtkampf im Zentrum von Kairo</a></li>
<li><a title="spiegel online mubarak nachfolge" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743125,00.html" target="_blank">Spiegel-Online 02.02.2011: Westen rätselt über die Mubaral-Nachfolge</a></li>
</ul>
<p>Und ARD und ZDF?</p>
<p>In dem gestrigen <a title="faznet feuilleton 02 02 2011" href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E2F5A5E23126642B488914D208E0F20B6~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Feuilleton-Artikel der Faznet &#8220;ARD und ZDF scheitern an Äqypten &#8211; Wir sind nicht dabei gewesen&#8221; </a>bringt man es auf den Punkt. Unsere &#8211; von uns bezahlten &#8211; Sender, die den Anspruch erheben, die wichtigsten  Sender zu sein, mutieren zu peinlichem Flowerpower(1) und Flowerpower(2)?</p>
<p>Hier Auszüge aus dem Feuiletton:</p>
<blockquote><p>&#8220;Im ersten Programm des deutschen Fernsehens, in der ARD, überlegt sich  zu dieser Zeit ein gewisser Tim in der Daily-Soap „Rote Rosen“ gerade,  ob er einer gewissen Gesa Hoffnungen machen soll. Im ZDF gibt Alfons  Schuhbeck den jovialen Conferencier in der „Küchenschlacht“. Nicht  einmal ein Nachrichtenband am unteren Bildschirm irritiert die deutsche  Frühnachmittagsgemütlichkeit. Es ist zum Haareraufen.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Im ARD-Mittagsmagazin, das zwischen 13 und 14 Uhr auf dem Programm stand  und in dieser Woche auch vom ZDF ausgestrahlt wird, hatte man zu den  ägyptischen Weltaktualitäten zwar einen Beitrag mit Archivbildern zu  Beginn, das Pflichtstück sozusagen, danach jedoch nahm uns die  Moderatorin Hannelore Fischer alsbald wieder mit zu so brennenden Themen  wie dem Modeln von Sportlerinnen, dem Sechstagerennen oder den  Höhenflügen des Skispringers Severin Freund. So viel Normalität wirkt  angesichts der Gleichzeitigkeit des ganz und gar Extraordinären durchaus  obszön – und es spricht auch dann für das vollkommen fehlende  journalistische, mehr noch: ethische Gespür bei ARD und ZDF, wenn man in  Rechnung stellt, dass beide deutschen Hauptprogramme keine  Nachrichtenkanäle sind oder sein können.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Man muss sich das einmal vorstellen. Da verfügt das ZDF seit geraumer  Zeit über eines der modernsten Nachrichtenstudios Europas, man ist in  Mainz sehr stolz auf diese Errungenschaft. Aber es ist trotz  allerneuester Technik offenbar nicht möglich, die erste öffentliche Rede  des ägyptischen Noch-Präsidenten seit dem Beginn der Demonstrationen  live in eine aktuelle Sendung einzuspielen und sie simultan zu  dolmetschen. Natürlich lag das keineswegs an den fehlenden Bildern – BBC  und CNN strahlten sie live mit englischer Übersetzung aus –, es lag,  man muss es so sagen, an der Bequemlichkeit einer dem Aktuellen  verpflichteten Redaktion. Und es wirkte wie Hohn, als Normen Odenthal  knapp zwei Stunden danach in „ZDF heute Nacht“ seine Moderation mit dem  Satz begann: „Wir haben nun den Auftritt Mubaraks gesehen.“ Nein, genau das hatten wir eben nicht – knapp elf Minuten hatte Mubaraks Rede gedauert, sie war für den Moment das Ereignis schlechthin und fand just während der Sendezeit des „Journals“ statt.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Formate aufzubrechen, geplante Programme zu verschieben, Reporter,  Kommentatoren und Moderatoren zuhauf sowie die ganze Technik-Maschinerie  nach London zu schaffen, um in beiden Vollprogrammen den ganzen Tag  über live zu berichten: Dafür wird ARD und ZDF am 29. April dieses  Jahres nichts, aber auch gar nichts zu viel und zu teuer sein. Prinz  William und Kate Middleton werden dann heiraten. Das ist schön. Aber vor  dem Adelsmärchen steht jetzt Ägyptens Wirklichkeit. Sie ist ARD und ZDF  einen auch nur annähernd vergleichbaren Aufwand nicht wert.&#8221;</p></blockquote>
<p>Im Internet findet sich was bei <a title="ard" href="http://www.ard.de/" target="_blank">ARD</a>. Aber in der Tagesschau? 4 min. Danach der Brennpunkt. Über die Programmübersicht der ARD  wird über einen Link auf Sendungen zu Äqypten verwiesen &#8230; <a title="ard ägypten" href="http://programm.ard.de/Themenschwerpunkte/Aktuell/Aegypten/Startseite" target="_blank">19 Stück</a> heute &#8230; ich musste erst zweimal hingucken, um zu wahrzunehmen, dass es sich nicht um Sendungen der ARD handelt.</p>
<p>Es ist schon doll, was das Erste da bietet. Oder wie die Faznet urteilt: &#8220;Ein Trauerspiel &#8230; erzählt von der Unfähigkeit der beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender, aktuell  ein Empfinden für die Hierarchie des eben gerade Geschehenden zu  entwickeln.</p>
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		<title>Informationspolitik &#8220;wider den mündigen Bürger&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 09:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nora]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[art & culture]]></category>
		<category><![CDATA[daily]]></category>
		<category><![CDATA[history]]></category>
		<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[GEZ]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich sagte wohl schon, ich zahle GEZ. Heute morgen hab ich mich darüber wiedermal geärgert. Ein Artikel in der Faznet zum Thema Talkshow und Dokumentarfilme hat es wunderbar auf den Punkt gebracht. Bildung ist blöd; Einschaltquoten sind hip. Nun gibt es Sender, da erwartet man nichts anderes als seichte Kost im Tele-Tappi-Niveau.</p>
<p>Aber die öffentlich-rechtlichen Sender leben <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://blog.noerchen.com/?p=533">Informationspolitik &#8220;wider den mündigen Bürger&#8221;</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sagte wohl schon, ich zahle GEZ. Heute morgen hab ich mich darüber wiedermal geärgert. Ein Artikel in der <a title="faznet ard" href="http://www.faz.net/s/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911/Doc~E58C89FA7133B4F1181D00AD6D66206FE~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Faznet</a> zum Thema Talkshow und Dokumentarfilme hat es wunderbar auf den Punkt gebracht. Bildung ist blöd; Einschaltquoten sind hip. Nun gibt es Sender, da erwartet man nichts anderes als seichte Kost im Tele-Tappi-Niveau.</p>
<p>Aber die öffentlich-rechtlichen Sender leben eben von unseren Gebühren und haben einen Auftrag. Und Bildung sollte der wohl enthalten. <a title="wiki ard" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Programmauftrag" target="_blank">Wiki</a> scheint da meiner Meinung zu sein:</p>
<blockquote><p>&#8220;Neben einem Grundversorgungsauftrag und einem gesetzlich definiertem  Programmauftrag ist eine der weiteren wesentlichen Aufgaben des  öffentlich-rechtlichen Rundfunks daher die Wahrung der politischen und  wirtschaftlichen Unabhängigkeit.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Der Programmauftrag ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der sich auf das Grundrecht der Rundfunkfreiheit aus <a title="Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Artikel_5_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland">Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG</a> bezieht. Er konkretisiert sich in Gesetzen der Bundesländer und in den  Programmgrundsätzen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die  Programme sollen demnach der Information, Bildung und Unterhaltung  gleichermaßen dienen. Wesentliche Gesichtspunkte sind die Unabhängigkeit  von staatlichen Eingriffen sowie der inneren und äußeren  Pressefreiheit.<sup>&#8220;</sup></p></blockquote>
<p>Aber beim ARD-Direktor Volker Herres scheint das noch nicht angekommen zu sein. Oder ist es ihm schlicht abhanden gekommen? Ich war sprachlos über soviel auch von mir bezahlte Ignoranz:</p>
<blockquote><p>&#8220;In einem Interview hatte er unlängst auf die Frage, ob die ARD nicht  einmal den Mut zu einem Sendeplatz zur besten Zeit für  Neunzigminutendokus fassen könnte, gesagt, dies wäre &#8211; „kein Mut, das  wäre töricht“. Und das dann garantierte Lob der Feuilletons? „Nichts  würde mich mehr erschrecken.“&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Uns aber schreckt derart sarkastisch formuliertes Quotendenken längst  nicht mehr. Doch es nervt und ermüdet und ödet an, vom „Kulturauftrag“,  dem „Grundversorgungsauftrag“ gar, aus der öffentlich-rechtlichen Ecke  immer nur dann zu hören, wenn es um die nächste Gebührenerhöhung geht.  Der Talkshow-Overkill kommt aller Wahrscheinlichkeit nach, für Plasberg  wird Platz gemacht, das haben die Programmdirektoren der ARD ihren Chefs  in einem Beschluss schon empfohlen. Dass dafür Gebühren &#8211; bald  Quasi-Steuern &#8211; entrichtet werden müssen, erachten sie als ihr  Grundrecht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mich ödet es nicht nur an. Ich finde es schlicht unerträglich.</p>
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